Mit dabei: Marcel Müller von der Autowelt-Gruppe Rostock

So ganz autofrei ist die Lange Straße am Klimaaktionstag am 10. September doch nicht: Marcel Müller von der Autowelt-Gruppe Rostock lädt von 12 bis 17 Uhr zum Probefahren ein – mit den Elektroautos von Renault.

„Der Markt ist 2017 richtig in Bewegung gekommen“, sagt Marcel Müller. „Vor zwei Jahren haben wir den ZOE in unseren Mecklenburger Autohäusern nur sporadisch verkauft. Jetzt verkaufen wir in zwei Monaten regelmäßig sieben bis zehn.“ Der Geschäftsführer der Autowelt-Gruppe in Rostock ist froh, dass er mit Renault eine Marke vertritt, die sich den Herausforderungen der E-Mobilität stelle. Der „Twizzy“ könnte jungen Menschen den Einstieg ins Elektroauto erleichtern, mit dem ZOE gibt es inzwischen einen Kleinwagen, der eine Reichweite von realen 360 Kilometern aufzuweisen hat. Auch der größere „Kangoo“ ist als Elektroauto zu haben. „Und wenn Ende des Jahres mit dem `Master` ein großer Transporter auf den Markt kommt, dann haben wir schon eine schöne Produktpalette in der Sparte Elektroauto zu bieten.“ Dass Renault mit dem Kleinwagen ZOE inzwischen mit dem „Elektrobonus“ von 5000 Euro ihren Kunden eine Entscheidungshilfe bietet, dürfte für Interessenten am Klimaaktionstag eine weitere interessante Information sein.
Für Marcel Müller ist der Klimaaktionstag eine gute Gelegenheit, die E-Autos von Renault und das Thema Elektromobilität mit Menschen zu diskutieren, die offen für dieses Thema sind. „Wer bei uns probefährt, der kann ein neues Fahrgefühl erleben: Kaum ein Motorengeräusch, keine Gangschaltung, dafür eine rasante Beschleunigung, keine Abgase – das ist wirklich etwas anderes.“ Auch wenn der Zündschlüssel immer noch Zündschlüssel heißt – obwohl er eigentlich ein „Schaltschlüssel“ geworden ist.
So wird auch die Parklücke der Autowelt-Gruppe am Klimaaktionstag ein besonderes Erlebnis zu bieten haben – neben vielen anderen kulturellen und kulinarischen Angeboten für die ganze Familie. Rostock stellt sich vor, wie es sich entwickeln könnte, wenn man auf Autoverkehr verzichten und den vom „ruhenden Verkehr“ befreiten Platz zum Spazieren und Flanieren nutzen könnte. Saubere Luft gehört eben auch dazu und die Elektroautos könnten gut für die städtischen Carsharing-Unternehmen infrage kommen. Insofern gehören auch die Elektroautos zu „Rostock Fairteilen“, dem Thema des Klimaaktionstages. Rostocker Bürgerinitiativen, Firmen, Vereine und Verbände werden ihre Ideen für eine Stadtentwicklung vorstellen, die sich in das globale Ziel des Klimaschutzes einfügt. Doch dieses große und dringende Ziel wird der guten Stimmung an diesem Tag keinen Abbruch tun.

Auch Marcel Müller wird sich eine Runde auf dem Klimaaktionstag gönnen, schon um andere Zukunfts-Trends in Sachen Elektromobilität kennenzulernen. Besonders bemerkenswert findet er, dass seine Elektro-Kunden wirklich an die Zukunft denken. „Das Netz der Elektrotankstellen in Mecklenburg-Vorpommern hat noch große Lücken, die Infrastruktur muss in den kommenden Jahren erst aufgebaut werden.“ Bisher konnte sich die Politik damit herausreden, dass sich ein dichtes Netz von Elektrotankstellen nicht lohnen würde, weil es so wenig Elektroautos gibt. Dieses Argument zieht jetzt nicht mehr. „Der Trend ist jetzt deutlich: Die Kunden wollen Elektroautos. Die nächsten zehn Jahre werden für das Autoland Deutschland sehr spannend.“

Text und Foto: Frank Schlößer

 

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